Prokurist
Diplom-Betriebswirt (BA);
leitende Tätigkeit in der Sparkasse Dresden
Niederlassung Dresden
Diplom-Betriebswirt (BA);
leitende Tätigkeit in der Sparkasse Dresden
Niederlassung Dresden
Nachdem die Bundesrepublik Deutschland Milliarden und aber Milliarden in die extrem angeschlagenen Banken gepumpt hat und derzeit bei der Hypo Real Estate kurz vor der Enteignung von den verbliebenen Altaktionären steht, geht ein Weltkonzern wie Arcandor in die Insolvenz. Rund 54.000 Arbeitnehmer des fast 127 Jahre alten Unternehmens stehen vor einer sehr ungewissen Zukunft. Diesem Unternehmen wurde durch die Bundesregierung nicht geholfen, der Adam Opel AG hat die Bundesregierung jedoch einen Weg geebnet.
Sind diese Entscheidungen richtig? Wem wird geholfen und wem darf geholfen werden?
Der Freistaat Sachsen hat noch im Dezember 2008 ein Soforthilfeprogramm (MSP) über 375.000.000 € für den Mittelstand Sachsen aufgelegt. Eine Information der SAB in den vergangenen Wochen zeigt aber nur eine sporadische Inanspruchnahme von ca. 10 Fällen und einem Durchschnittsvolumen von etwa 600.000 €. Auch die Sonderprogramme des Bundes / KfW wurden und werden noch nicht in ausreichendem Maße in Anspruch genommen.
Warum werden diese Mittel nicht in Anspruch genommen? Scheuen die Hausbanken das Risiko? Haben die Unternehmen kein Interesse an diesen Mitteln? Sind die Vergabebedingungen zu kompliziert?
Um den genauen Grund zu finden, könnte man bestimmt lange philosophieren. Ob wir diesen dann auch wahrlich gefunden haben, können wir auch nicht genau sagen. Zumindest haben sich die Bundesregierung und die Europäische Kommission darauf verständigt, die Bedingungen für die Vergabe neu zu regeln. Genaue Informationen dazu liegen bisher jedoch nicht vor.
All die vielen ungewissen Randbedingungen derzeit zeigen uns aber, dass eine direkte oder indirekte Hilfe vom Staat oder den Banken nicht garantiert werden kann und somit jeder selbst für sich Vorreiter in der Bekämpfung / Begegnung der Krise sein muss. Deswegen wollen wir Ihnen einige Stichpunkte für den alltäglichen Unternehmensstress auf dem Weg geben:
- Bewahren Sie in allen Situationen vor allem einen kühlen Kopf.
- Gehen Sie solide und sparsam mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen um.
- Schaffen Sie Vertrauen bei Ihren Mitarbeitern. Sie sind eine wesentliche Säule Ihres Unternehmens.
- Suchen Sie in Ihrem Unternehmen allein oder mit uns Einsparungspotentiale und erhöhen Sie nachhaltig die Produktivität.
- Festigen Sie Ihre Kundenbeziehungen gerade in der jetzigen Zeit durch eine erhöhte Qualität, Servicenähe und Termintreue.
- Sichern Sie Ihre Liquidität und betreiben ein sehr intensives Forderungsmanagement.
- Informieren Sie Ihre Hausbank zu Ihrer aktuellen Situation und stellen gleichzeitig die darauf entwickelten Handlungsmaßnahmen für Ihr Unternehmen vor.
Wie lang die Krise uns alle noch in Atem hält und wann Sie vorbei sein wird, kann derzeit womöglich niemand genau bestimmen. Eine Tendenz zeichnet sich wahrscheinlich derzeit ab: Der sächsische Mittelstand ist durch seine starke Ausprägung im Handwerk bzw. Dienstleistungssektor nicht extrem stark betroffen und der Abschwung in der Weltwirtschaft hat sich deutlich verlangsamt. Die ersten positiven Tendenzen sind also für uns alle ersichtlich.
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